Neues Themenheft Kolonialismus

Kolonialismus und Rassismus gehören zusammen – tief sind die Spuren, die der Kolonialismus im Denken, im Fühlen, in der Erinnerungskultur, in der Kunst, in der Sprache und im Alltagsbewusstsein hinterlassen hat. Die Aufarbeitung der Kolonialvergangenheit Deutschlands ist ein kontroverser Prozess: Wie sollen Schulbücher das Thema behandeln? Wie sähe eine angemessene kolonialismuskritische politische Bildung und Erinnerungspolitik aus? Wie muss sich die Sprache ändern? Das durch die Bundeskoordination Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage herausgegebene Heft bietet einen Einstieg in den Komplex Kolonialismus. Es werden Persönlichkeiten der antikolonialen Bewegungen und Akteurinnen und Akteure der heutigen Postkolonialismus-Debatte aus Deutschland, Kenia, Mali und Syrien vorgestellt.

Das Themenheft kann in unserer Rubrik Service „Ratgeber“ downgeloadet werden!

Rückblick: Szene Zeigen gegen Corona / Ein Projekt für Vereine und Kulturschaffende

Es begann mit dem geplanten Livestream am 04.12.2020. Hier wurde allen interessierten Vereinen und Kulturschaffenden aus den Gemeinden Coswig, Diera-Zehren, Moritzburg, Niederau, Klipphausen, Radebeul, Radeburg & Weinböhla eine Bühne per Livestream angeboten. Organisiert wurde das Projekt von der „Mobilen Jugendarbeit MORAST„.

Dazu wurde beispielsweise im Kulturhaus Niederau ein Studiobühne aufgebaut und per Live-Stream ins Internet übertragen, aber leider gab es technische Übertragungsprobleme vor Ort…aber schaut selbst in der Projektdokumentation!

Vertreter:innen der regionalen Vereine und Kulturschaffende konnten in diesem Format sich und ihre Arbeit präsentieren und Beiträge zum Programm leisten.

Die Studiobühne wurde außerdem zum Podium für einen Dialog zwischen Verwaltung, Vereinen und Bürgern. Ergebnis war eine moderierte Diskussion über gemeinsame Ideen zur Bewältigung dieser schwierigen Pandemiezeit.

Hier könnt ihr die Projektergebnisse anschauen –> KLICK

Die Mitarbeiter:innen der Koordinierungs- und Fachstelle möchten sich an dieser Stelle nochmals bei allen Vereinen für die zahlreichen gelungenen Projekte während der herausfordernden Corona Zeit bedanken.

Aufruf zur Projektförderung: Die Partnerschaft erfasst Bedarfe an Projekten im Zusammenhang mit der Situation in der Ukraine

Die Partnerschaft für Demokratie Coswig und kommunale Partner bietet die Möglichkeit, neben den Bereichen Demokratieförderung, Vielfaltgestaltung und Extremismusprävention, Fördergelder für Projekte im Zusammenhang mit der Situation ukrainischer Flüchtlinge zu vergeben.

Angesprochen sind Vereine, welche sich insbesondere zu folgenden Inhalten engagieren möchten:

  • Gemeinsame (Freizeit)-Aktionen von einheimischen und ukrainischen Kindern und Jugendlichen   
  • Altersgerechte Gesprächskreise oder Ähnliches mit Kindern und Jugendlichen zum Thema Krieg und Flucht
  • Projekte gegen Ausgrenzung
  • Unterstützungsangebote, Themenabende oder Diskussionsrunden
  • Aktivitäten der Solidarität
  • Angebote zur Qualifizierung von Fachkräften zum Umgang mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen

Sie haben bis zum 29.04.2022 die Möglichkeit, ihren konkreten Bedarf in Form einer Kurzbeschreibung (max. 1 A4 Blatt) in der Koordinierungs- und Fachstelle einzureichen. Alle notwendigen Informationen zum Förderprogramm sind in der Rubrik Download abrufbar.

Die Mitarbeiter:innen der Koordinierungs- und Fachstelle stehen Ihnen für Rückfragen gern zur Verfügung.

Neue Online-Plattform entdecken: Diskutier Mit Mir

Das Online-Angebot „Diskutier Mit Mir“ hat mit der Förderung aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“ eine Diskussionsplattform mit dem Titel „Community Channels“ entwickelt, die vor allem für kontroverse Diskussionen geeignet ist. Die App soll dabei den politischen Dialog fördern. Der Meinungsaustausch über Wohnraum, Umwelt, Politik, Kultur, Steuern oder Demokratie findet in einem geschützten Raum statt.

Hier gibt es weitere Informationen.

Acht Vereine haben Förderung erhalten

Die Partnerschaft für Demokratie Coswig und kommunale Partner konnte im 1. Quartal des Jahres schon acht Projekte mit 16.800 € finanziell unterstützen.

Der Ausschuss befürwortete unter anderem drei große Projekte an Schulen.

Das erste Schulprojekt „Kinder- und Jugendspielstadt“ findet an dem evangelischen Schulzentrum Radebeul statt. Es ermöglicht den Schüler:innen, sich auf einen Weg des Entdeckens, Erfahrens und Ausprobierens zu begeben. Gemeinsam wollen sie Fragen zum Zusammenleben beantworten. Das sind unter anderem: Wie funktioniert unsere Gesellschaft? Wie entstehen Gesetze? Warum gehen meine Eltern arbeiten? Wo bleibt das Geld, welches wir ausgeben? Wie kann man sich in diese Gesellschaft einbringen?

Das zweite schulische Projekt findet an der evangelischen Schule Coswig im Rahmen des Themenschwerpunkts Gewaltprävention und Demokratiebildung statt. Das Theaterprojekt bindet Schüler:innen durch spielerische Komponenten ein und vermittelt demokratische Werte auf emotionale Art. Das Vorhaben „Willkommen im WIR!“ setzt dabei inhaltlich bei Themen wie Vorurteile, Ausgrenzung, Gewalt und Rassismus an. Ziel dieses Projektes ist es, die Bildung einer eigenen Meinung von klein auf, zu üben und damit die demokratische Grundhaltung zu stärken.

Das dritte Schulprojekt beschäftigt sich mit der Gewaltprävention und findet auf Nachfrage im gesamten Fördergebiet statt. Das Projekt „iswas?! stärken-fürs-leben, gemeinsamklasse, aktiv-gegen-gewalt“ setzt das GewaltpräventionsZentrum (VAP) e.V. um. Durch Absprachen mit den Klassenleiter:innen werden individuelle und prekäre Situationen aus dem Schulalltag thematisiert, aufgearbeitet und friedliche Verhaltensweisen zur Konfliktbewältigung erlernt. Ziel ist es, ein freundliches Miteinander zu fördern, indem die Stärken jedes Einzelnen durch aktive Übungen in den Vordergrund gestellt werden und Schwächen in ihrer Gesamtheit reduziert werden.

Des Weiteren wurde das Jugendbeteiligungsprojekt „Jugend mischt mit – Deine Meinung ist gefragt!“ in Coswig unterstützt, ein Projekt zur demokratischen Teilhabe von Kindern und Jugendlichen. Der „Sozialraumcheck“ ist eine als Stationslauf aufgebaute Umfrage, welche Jugendliche zu ihren Erfahrungen im Alltag, ihrer Freizeitgestaltung und Interessen befragt. Das Konzept ist eine innovative Methode, die in Abwandlungen sowohl für Kinder, Jugendliche als auch für Erwachsene angewendet werden kann.

Außerdem konnten noch vier weitere Kleinprojekte eine Förderung erhalten. Ein Medienprojekt in Radebeul, zwei Begegnungsprojekte in Coswig und Diera-Zehren sowie eine Veranstaltung zur Würdigung des ehrenamtlichen Engagements in Radeburg.

Anträge können weiter eingereicht werden.

Gefördert werden können u.a.: Bildungs-, Wissens,- Kreativ- oder Medienprojekte; Musikworkshops oder Kulturveranstaltungen; (Re)aktivierungsprojekte zur Stärkung des Vereinslebens und/oder zur Wertschätzung des Ehrenamtes in Vereinen und Initiativen, Feste zur Gewinnung von neuen Vereinsmitgliedern; Freizeit-, Begegnungs- und Austauschtreffen von Jugendvereinen, interkulturelle Aufklärungs-, Begegnungsprojekte aber auch Beteiligungsprojekte für Kinder im Kita- und Hortbereich.

Alle notwendigen Informationen und Antragsformulare finden sie hier –> KLICK.

Die Mitarbeiter:innen der Koordinierungs- und Fachstelle stehen für Interessierte nach Absprache persönlich oder telefonisch zur Verfügung.

Medienkoffer „Klischeefreie Vielfalt und Diversität in Familien & Lebensweisen“

Unsere Rubrik „Service“ ist um eine weitere Komponente ergänzt worden:

Die Gleichstellungsbeauftragte der Großen Kreisstädte Coswig und Radebeul hat sich über die Partnerschaft den Methodenkoffer „Klischeefreie Vielfalt und Diversität in Familien & Lebensweisen“ des Vereins klische*esc e.V. zugelegt. Dieser ist für Fachkräfte in Kindertagesstätten und Familienzentren, für Tageseltern und Menschen, die mit Kindern bis 6 Jahren arbeiten, konzipiert.

Der Medienkoffer kann gern über die Gleichstellungsbeauftrage ausgeliehen werden. Weitere Informationen und die Kontaktdaten sind hier zu finden –> KLICK